Pferde bzw. Tiere allgemein als Motivation

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Pferde bzw. Tiere allgemein als Motivation

      Hallo Ihr Lieben (Gewichts-)Kämpfer,

      ich habe mich in letzter Zeit mit 2 ganz tollen Menschen aus meinem Freundeskreis beschäftigt und möchte euch mal deren Story vielleicht als Motivation oder nur als schönen Gedanken präsentieren:

      Person Nummer 1:

      Diese Dame liebt Tiere, insbesondere Pferde, als Kind ritt sie regelmäßig und liebte ihr Hobby. Aufgrund von Krankheit und danach 2 Schwangerschaften hate sie jahrelang pausiert und leider auch viel Gewicht aufgebaut. Sie versuchte alle möglichen Diäten doch schaffte es nie so richtig... Jojo-Effekt lässt grüßen. Nach einer Diät war sie dann meist schwerer als zuvor.

      Dann irgendwann ging sie mit einer Freundin in deren Stall um mal wieder "Stallluft zu schnuppern" und prompt stand da IHR Pferd. Tja manchmal ist es auch bei Tieren die Liebe auf den ersten Blick. Diese Stute stand sogar zum Verkauf, allerdings ein ist diese Stute ein zartes kleines Wesen und sollte maximal 65 kg Gewicht tragen dürfen. Zu dem Zeitpunkt vermutlich nicht mal 50 kg, da das Stütchen keinerlei Muskulatur und auch diverse Krankheiten hatte.

      Die Dame um die es hier geht wog zu diesem Zeitpunkt um die 100kg, also ein Ding der Unmöglichkeit und Reitsport ist einfach ein Sport, in dem schwere Menschen mit wirklich üblen Angriffen zu rechnen haben von anderen Reitern (Teilweise zu recht, teilweise völlig zu unrecht, aber dieses Thema nöchte ich hier gar nicht anschneiden ;) Ich finde wenn Pferde-Reiter-Gespann passt, dann passt es!).

      Sie lernte das Stütchen in dem Verkaufsstall in Ruhe kennen und kaufte sie dann. Viele wollten es ihr ausreden und sie überzeugen ein anderes Pferd zu kaufen, welches deutlich mehr Gewicht tragen kann, doch das Herz wollte was es eben wollte: diese Stute!

      Ein Jahr lang ging die Dame jeden Tag stundenlang mit diesem Tier spazieren und trainierte es vom Boden bis es muskulär wieder komplett hergestellt war, sie begann dann irgendwann mit dem Stütchen kilometer lang zu joggen und scheute keine Stallarbeit. Nach Ende dieses Jahres sagte die Waage schon nur noch 75 kg. Die Ernährung hatte sie automatisch umgestellt (die vorherigen Diäten hatten wohl doch gewirkt). Trotzdem fühlte die Dame sich noch immer deutlich zu schwer für ihr Pferd und begann das Tierchen einzufahren (Pferde können mit gut passendem Zubehör deutlich mehr ziehen als tragen!) So fuhr sie von da an Kutsche mit ihrem Traumpferd und startete sogar bei längeren Distanzfahrten sehr erfolgreich. Ein weiteres Jahr vergang und sie wurde von immer mehr Mit"reitern" gefragt, warum sie ihr Stütchen eigentlich nicht reiten würde... Das fand die Dame doch sehr komisch insbesondere weil ihr sonst immer nur missbilligende Blicke zugeworfen wurden wenn sie mit ihrer zarten Stute vorbeikam, da alle sie sonst für zu dick hielten. Nun aber erntete sie sehr skeptische Blicke wenn sie erwähnte, dass sie doch viel zu schwer für Ihr Stütchen ist.

      Und tja ihr könnt euch denken was passiert ist, die Waage zeigte plötzlich 60kg! Die Dame hatte überhaupt nicht mehr damit gerechnet je in den Sattel ihres Pferdes steigen zu können, Sie war froh über jeden Tag mit Ihrem Stütchen und das reichte ihr, somit verlor die Waage aus den Augen. Ich wollte ihr gar nicht glauben, dass ihr ihre eigene Abnahme nicht auffiel, doch sie versichterte mir, dass das ja immerhin gar nicht ihr Plan war. Sie wollte doch bloß ihr Stütchen anständig trainieren und gerecht werden und so kam eins zum anderen.



      Eine Ähnliche Geschichte erlebte eine weitere bekannte mit ihrem Hund, den wollte sie überhaupt nicht haben. Er lief ihr zu und sie übergab ihm dem Tierheim, es wurde kein Besitzer gefunden und somit holte sie ihn wieder zu sich. Leider ist dieser kleine Hund eine echte Sportskanone und hörte nicht auf laut zu geben bzw. die Einrichtung zu demolieren, bis er sein tägliches Sportprogramm bekam. Somit musste diese Dame jeden Tag Rad Fahren, Joggen oder ewig lange Spaziergänge veranstalten um ihren Hund zu beschäftigen, sie merkte schnell, dass sie von vielen Lebensmitteln dabei "ausgebremst" wurde und von anderen Ihre Vitalität gestärkt wurde, somit fand sie ganz allein die richtige Ernährung für sich hinaus und wurde prompt von leicht mollig zu super schlank. Ich war ganz baff, als ich ihr vorgestern mit Ihrem Hund alias "der Fitnesstrainer" begenete, sie sieht fantastisch aus und wird bald einen Marathon laufen!!!

      Tja manchmal müssen wir uns auch mal von den Tieren leiten lassen und dass ist nun auch mein Ziel. Pony soll im Herbst mit meinem Freund einen Distanzritt gehen, mein Freund joggt fleißig um seine Kondition aufzubauen und ist da deutlich weiter, als sein Pony. Ich bin ca. auf dem Stand vom Pony :whistling: Da ich leichter bin, werde ich das Anfangstraining mit Pony übernehmen und so werden wir jetzt fleißig zusammen trainieren (mal joggen, mal reiten) Ziel sind bis Ende Juni 28km Reiten/Laufen davon ca 10 km im Trab (nicht am Stück aber schon große Teile und 3 km Gallopp). Mal schauen ob Pony mich auch zu solchen Leistungen motiviert! :thumbup:

      Habt ihr auch tierische "Trainer"?
      Der nächste Sommer kommt bestimmt!

    • Hallo liebe Jasmin,

      Danke für das Teilen und aufschreiben, sind ja wirklich schöne Geschichten. Ich bin ja in jungen Jahren auch viele Jahre geritten und verstehe genau, was Du meinst :)

      Leider kann ich mich keinem Tier zumuten, da ich aufgrund der vielen Reisen und auch Umzüge in verschiedene Länder einfach keine Stabilität in meinem Leben habe. Aber ich kann mir die Motivation sehr gut vorstellen, und hoffe das ich zur Rente auch wieder einen vierbeinigen Freund habe...

      GLG Julia
      Schlimmstgewicht 113 kg (1,80 m) in 2013 ;(
      Neustart 92 kg - 15.01.2018
      Ziele:
      U86 - 01.03.2018
      U80 - 01.06.2018



    • Hi anomia!
      das sind ja zwei rührende Geschichten, hatte fast Pipi in den Augen.Ja, unsere lieben Vierbeiner helfen uns manchmal ganz unbewusst.Besonders bei Hunden ist man ja zwangsläufig"gezwungen" an die frische Luft zu gehen und tut direkt etwas für sich selbst. Ich selbst habe zwei Katzen,da ist das eher kontraproduktiv ;( ...liegen die meiste Zeit im Bett und pennen und ansonsten tun die den lieben langen Tag was sie wollen

      ..aber genau das liebe ich an ihnen, ihren eigenen Kopf und ihre Unabhängigkeit. Fazit:tolle Tiere,als Motivationsstütze eher ungeeignet ;) Eine schöne Woche wünscht Finchenf
      11.5.16 in Phase1 gestartet mit 90kg
      17.5.16 in Phase 2 gewechselt mit 86 kg
      1.10.16 in Phase3 gewechselt mit 69,3 kg
      2.11.16 in Phase 4 gewechselt mit 68 kg